Wird Bus- und Bahnfahren jetzt teurer? Junges Duisburg/DAL: Chance vertan!

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Duisburg. Die Pläne von OB Sören Link zur Erhöhung der Tarife im Bus- und Bahnverkehr werden wohl Realität. Konkret: Preisstufe A3 führt zu höheren Ticketpreisen. Ein Antrag der Fraktion Junges Duisburg/DAL zur Festschreibung der Preisstufe A2 wurde mit den Stimmen von SPD und CDU am Montag vom Stadtrat abgelehnt. „SPD und CDU haben eine Chance vertan, sich vom OB und seinen Preiserhöhungsphantasien zu distanzieren.“ kritisiert Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding. Dies sei insbesondere deshalb sehr bedauerlich, weil die Kostensteigerung von den treuen Nutzern von Bus und Bahn getragen werden müsste.

In Zeiten von hohen Feinstaubbelastungen, langen Staus und unsäglichem Diesel-Skandal ist für jeden klar, dass der ÖPNV gestärkt werden muss. „Das erreichen wir aber nicht, in dem die Preise erhöht werden“, betont Stephan Wedding. Der DVG kommt bei der Mobilität in Duisburg eine Schlüsselrolle zu. SPD und CDU schwächten die Akzeptanz von Bus und Bahn vor Ort. Zumal die Qualität des ÖPNV alles andere als gut sei: neue Bahnen kommen erst ab 2019, der Nahverkehrsplan hält Verbesserungen und Verschlechterungen bereit. Die Position der JuDu/DAL-Fraktion ist klar: Erst Qualität und Leistung sicherstellen, dann über eine Preiserhöhung diskutieren!

Hintergrund: Bisher gehört Duisburg im Tarifsystem des VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) zur Stufe A2. Diese Stufe ist laut VRR für Städte mit einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz vorgesehen. Bisher wenden 11 Städte diese A2-Stufe an, zu ihnen zählt Duisburg. Die Einführung der Preisstufe A3 ist mit der Erwartung verbunden, dass das Leistungsangebot des ÖPNV besonders dicht und qualitativ hochwertig ist. Bisher gilt die Preisstufe A3 nur in Dortmund, Bochum, Wuppertal, Düsseldorf und Essen. Konsequenz von Preisstufe A3: Deutlich steigende Ticketpreise, teils um 10%. Den Beschluss zur Einführung von A3 in Duisburg müsse zwar der VRR fassen, der Duisburger Stadtrat hätte sich aber positionieren können.