Wedding: “Ticketpreise stabil halten!”

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Eine Diskussion über Preiserhöhungen im Nahverkehr passt nicht in eine Zeit, in der über Verkehrswende, Klimawandel und neue Mobilitätskonzepte diskutiert wird. Es gibt tatsächlich Kostensteigerungen und berechtigte Lohnerhöhungen, ob diese allerdings stets über das Drehen an der Preisschraube aufgefangen werden müssen, ist zweifelhaft. Aus meiner Sicht wären zuerst die Verkehrsunternehmen in der Pflicht ihre Kostenstrukturen kritisch zu überprüfen und diesbezüglich für Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit zu sorgen: Wieso z.B. kann der geleistete Buskilometer in einigen Städten im Ruhrgebiet deutlich günstiger erbracht werden als in anderen? Hier bedarf es einer Vergleichbarkeit der Zahlenwerke eines jeden Verkehrsunternehmens, um Besonderheiten der Städte zu identifizieren und wenn möglich zu beseitigen. Ich bin überzeugt, dass hier ein großes Potenzial schlummert.
Mit Blick auf die Zustände in Duisburg muss festgehalten werden:

1) Die Mitarbeiter der DVG leisten gute Arbeit und müssen heute politische und unternehmerische Versäumnisse der Vergangenheit ausbaden.
2) Die Busse und Bahnen in Duisburg müssen zunächst pünktlich, verlässlich und ohne ständige Angebotseinschränkungen verkehren. Sie bedürfen zudem einer modernen und zeitgemäßen Ausstattung. Diese Voraussetzungen müssen gegeben sein, um in einem 2. Schritt über die Preisstruktur zu diskutieren.
3) Duisburg braucht endlich einen großstadtgerechten Nahverkehr, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.
4) Meine Fraktion fordert deshalb ein grundlegendes Update des neuen Nahverkehrsplanes. Beispiele für ein solches NVP-Update: der Duisburger Süden muss besser an den Düsseldorfer Norden angebunden werden, eine direkte Buslinie von Ungelsheim zum Nahversorgungszentrum an der Mündelheimer Straße ist notwendig, eine Buslinie von Wedau über Wanheimerort nach Hochfeld muss ebenso wie eine Schnellbuslinie von Baerl über Ruhrort bis zum Hauptbahnhof eingerichtet werden.

Fazit: Eine Preissteigerung zum jetzigen Zeitpunkt ist das falsche Gleis und ein fatales Signal an die treuen DVG-Kunden.“