Wedding: „Ein Fall von Führungsversagen!“

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Duisburg. Die Tumulte im Straßenverkehrsamt rufen die Fraktion Junges Duisburg/DAL auf den Plan. „Seit mindestens drei Jahren werden die langen Warte- und Bearbeitungszeiten ständig von Kunden, aber auch der Politik kritisiert“, stellt Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding fest. Einmal würden die hohen Krankenstände, dann die geringe Personaldecke und dann wieder technische Probleme von Seiten des Oberbürgermeisters als Begründungen ins Feld geführt.

„Fakt ist: Die Mitarbeiter vor Ort trifft keine Schuld, sie müssen endlich entlastet und unterstützt werden. Es handelt sich um einen klaren Fall von Führungsversagen!“, macht Wedding deutlich. Dabei ist der Ärger der Bürgerinnen und Bürger verständlich: Auf der einen Seite verlange die Stadt eine der höchsten Grundsteuern in NRW von ihren Bürgern, die Bürger erhielten im Gegenzug dann aber eine der schlechtesten Servicequalitäten. „Den von OB und Stadtverwaltung gemachten Verbesserungsversprechen müssten jetzt endlich Taten im Alltag folgen“, fordert Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding konkrete Fortschritte. In Wahrheit sei bisher nichts besser, aber offenbar Einiges noch schlechter geworden. Allein die Tatsache, dass der Einsatz von Sicherheitspersonal nötig geworden sei, ist aus der Sicht der Politiker alarmierend genug. Fazit: „Die Zustände im Straßenverkehrsamt sind nicht länger hinnehmbar!“, so Wedding klar.

Seine Fraktion werde jetzt zunächst mit einer Anfrage und später mit einem Antrag Druck auf die Verwaltung machen. Ziel: Die Wartezeiten deutlich reduzieren und das Chaos beenden. In den Augen der Fraktion Junges Duisburg/DAL ebenfalls ärgerlich: Die Stadt habe viel zu spät und nur halbherzig auf die neusten technischen Möglichkeiten gesetzt: Onlineverfahren gebe es in vielen Städten bereits seit Jahren. „Wir drucken nur bunte Broschüren über eine ‚Smart City‘, anstatt mögliche Potenziale der Digitalisierung endlich zu heben“, hält Wedding verärgert fest.