Sicherheit und Ordnung in Bus und Bahn

Beltermann - Querformat

Der Rat der Stadt möge beschließen:

Die objektive Sicherheit, aber auch das subjektive Sicherheitsempfinden von Fahrgästen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Wahrung der öffentlichen Ordnung in den Fahrzeugen und an den Haltepunkten des öffentlichen Personennahverkehres in Duisburg muss oberste Priorität haben. Um diese Voraussetzungen, die für einen attraktiven und damit gern genutzten ÖPNV unerlässlich sind, möglichst umfassend zu erfüllen, werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

1.) Alle Fahrzeuge der Nachtexpresslinien werden von zwei Sicherheits-/ Servicemitarbeitern begleitet. Diese können zusätzlich Fahrscheinkontrollen durchführen.

2.) Alle schienengebundenen Fahrzeuge der Linien 901, 902, 903 und U79 werden zwischen 12 und 0 Uhr von mind. einem Sicherheits-/ Servicemitarbeiter begleitet. Dieser kann zusätzlich Fahrscheinkontrollen durchführen.

3.) Es wird ein Team von Sicherheits-/ Servicemitarbeitern zusammengestellt, das auf Anforderung eines Fahrers/einer Fahrerin bzw. der begleitenden Sicherheitsmitarbeiter/innen innerhalb von 15 Minuten zur Unterstützung vor Ort sein kann.

4.) Der Zugang zum S-Bahnhaltepunkt Rahm wird – in den von der Stadt Duisburg verantworteten Bereichen – von Graffiti befreit und die entsprechenden Beleuchtungen ertüchtigt. Beim S-Bahnhaltepunkt Buchholz wird auf eine zeitnahe Ertüchtigung durch die DB Station & Service AG hingewirkt.

Begründung:

Es kommt in Fahrzeugen oder an Haltepunkten der DVG durchschnittlich zweimal pro Woche zu einem (erfassten!) Vorfall der Kategorie „Bedrohung und Gefährdung“ gegen Mitarbeiter oder Fahrgäste (vgl. Niederschrift der Ratssitzung vom 08.05.2017, S. 118) – ein nicht haltbarer Zustand! Da diese Vorkommnisse „im ganzen Stadtgebiet verzeichnet“ (ebd.) und meist „zwischen 12 und 0 Uhr“ (ebd.) registriert werden, kann hier nur mit möglichst umfassenden, d.h. flächendeckenden und jederzeitigen Maßnahmen begegnet werden. Daher verzichtet dieser Antrag (weitgehend) auf eine Beschränkung der Maßnahmen auf einzelne Linien – einzig die Differenzierung von Bus- und Bahnlinien wird hier aufgrund der unterschiedlichen Fassungsgrößen angestrengt – oder Tageszeiten.

Finanziell dürften die o.g. Maßnahmen Nr. 1-3 nur in geringem Ausmaße negativ zu Buche schlagen, da im Bereich Sicherheit und Service bereits aktuell „34 Mitarbeiter im Einsatz“ (ebd.) sind. Die dennoch notwendige Aufstockung der Belegschaft könnte womöglich über einen Vertrag mit der konzerneigenen octeo Multiservices GmbH vollzogen werden.

Die Maßnahme Nr. 4 begründet sich aus dem aktuell „nicht akzeptablen Erscheinungsbild“ (VRR-Stationsbericht 2018, S. 19) der genannten Haltepunkte, das sowohl im Sinne der öffentlichen Ordnung als auch des subjektiven Sicherheitsempfindens als kontraproduktiv zu bewerten ist.

Beste Grüße

gez. Stephan Wedding

Fraktionsvorsitzender