Schluss mit Stau und Stillstand

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Duisburg. Es geht nichts mehr auf Duisburgs Straßen. Die Pendler quälen sich im Schneckentempo durch die Stadt und teilen sich die verstopften Straßen mit der stetig wachsenden Logistikbranche Duisburgs. Die Ratsfraktion Junges Duisburg/DAL kritisiert die chaotische Verkehrsplanung der Stadt Duisburg. „Die Unterlassungen der letzten Jahre werden jetzt für jeden sichtbar“, analysiert Ratsherr Oliver Beltermann. Mangelhafte Strategie und zu geringe Investitionen in das Straßennetz seien die Hauptgründe für das Verkehrsdesaster.

Denn der wachsende Logistikverkehr sei Fluch und Segen zugleich für Duisburg. Die Freude über die steigenden Umsätze der Logistikfirmen könnten nicht über das planlose Handeln der Stadt hinwegtäuschen. Das Fehlen eines schlüssigen Verkehrskonzepts, dass sowohl die PKW-Fahrer als auch den Schwerlastverkehr geordnet durch Duisburg führe, trete jetzt deutlich hervor. „Für das Fehlen zeichnet der Oberbürgermeister verantwortlich“ ergänzt Ratsherr Rainer Grün von der Ratsfraktion JuDu/DAL. Konkreter Kritikpunkt: Ohne sich Gedanken über Verkehrsströme und deren Lenkung zu machen, werde ein Logistikbetrieb nach dem nächsten angesiedelt. Danach wunderten sich die Beteiligten über mit Lastkraftwagen verstopfte Straßen. „Verantwortliche Politik hätte sich im Vorfeld mit dem Thema Verkehr befasst“, betont Rainer Grün.

Die kilometerlangen Staus, zusätzlich ausgelöst durch die Sperrung der A40-Brücke und der Karl-Lehr-Brücke, offenbaren das ganze Ausmaß des verkehrspolitischen Offenbarungseides. Diese Versäumnisse fielen nun den Bürgerinnen und Bürgern sprichwörtlich vor die Füße: Staus mit Lärm und hohen Emissionsbelastungen. Die Fraktion Junges Duisburg/DAL fordert deshalb Lösungen, um ein gesundes Miteinander von wachsender Logistikbranche und normalem PKW-Verkehr sicherzustellen. „Es muss endlich Schluss sein mit Staus und Stillstand in dieser Stadt“, unterstreicht Rainer Grün. Ein echtes Verkehrskonzept und ein echter Straßeninvestitionsplan sollten der Anfang für eine Trendwende sein.