Pleiten, Pech und Poller

Beltermann - Querformat

Duisburg. Die Fraktion Junges Duisburg/DAL ist enttäuscht über die Antworten der Stadtverwaltung zur Poller-Installation in der Innenstadt. „Das Loch am Eingang der Königsstraße ist inzwischen seit Monaten geöffnet, ohne das dort erkennbare Fortschritte zu sehen sind. Diese Art der Fehlplanung muss umgehend beendet werden“, fordert Ratsherr Oliver Beltermann von der Fraktion Junges Duisburg/DAL.
Seine Fraktion hatte im November 2018 einen Fragenkatalog an die Stadt gerichtet und nun Antworten erhalten. Ergebnis: Ein zeitlicher Rahmen für die Fertigstellung des Teilabschnitts (Eingang Königstraße) kann nicht benannt werden. Auch für die Umsetzung und Fertigstellung der gesamten Sicherheitsmaßnahme für die Duisburger Innenstadt kann die Verwaltung keinen Zeitpunkt benennen. „Diese Planung scheint zur unendlichen Geschichte für die Duisburger Innenstadt zu werden“, kritisiert Oliver Beltermann den Ablauf der gesamten Maßnahme. Die Antworten der Verwaltung seien recht unbefriedigend. Beispielsweise wisse die Verwaltung nicht, ob sie Ansprüche gegen die beteiligten Baufirmen geltend machen würde.

Rückblick: Im September 2017 wurden die Ratsmitglieder gedrängt, einen Dringlichkeitsbeschluss zu genehmigen. Damalige Aussage von Oberbürgermeister Link: die ersten Zufahrten sollten vor dem Start des Weihnachtsmarkts 2017 mit Pollern abgesichert sein. Bis heute ist keine Zufahrt durch Poller gesichert. Damalige Kostenschätzung: 700.000 Euro. Im Frühjahr wurde diese Annahme auf 2,5 Millionen Euro mehr als vervierfacht. Eine echte Kostenexplosion. Außer der Aushebung des Erdlochs an der Königstraße passierte seitdem nichts Erkennbares. Besucher der Duisburger Innenstadt würden weiterhin nicht von einer attraktiven Innenstadtgestaltung begrüßt, sondern von einem großen Erdloch, aus dem sicher bald erstes Unkraut wuchern werde. „Die Umsetzung dieser Anti-Terror-Maßnahme gerät immer mehr zur Peinlichkeit für die Stadt“, meint der 34-Jährige.

Wie geht es nun auf der Baustelle weiter? Laut Verwaltung müssen nun in den Ausführungsunterlagen die exakten Lagen der Poller vermerkt und angepasst werden. Zuvor muss die Einbausituation (Versorgungsleitungen) an jedem Standort in den Blick genommen werden. „Das unterhalb der Königstraße Versorgungsleitungen laufen, sollte keine große Überraschung sein und daher schon vor einem geplanten Einbau berücksichtigt werden. So wird die Maßnahme, aber vor allem der Dringlichkeitsbeschluss langsam ad absurdum geführt“, kommentiert Beltermann abschließend das Poller-Debakel.