„Näher dran“-Tourstart 2018: Besuch des Zivilschutzbunkers

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Duisburg. Die Junges Duisburg/DAL-Fraktion startete ihre diesjährige „Näher dran“-Tour passend zum Motto „Duisburgs Unterwelten“ mit dem Besuch des Zivilschutzbunkers inmitten der Innenstadt am vergangenen Mittwoch.

Was die Besucher erleben konnten, war eine Zeitreise in den Kalten Krieg: Hinter den dicken Stahltüren, bei gedämmten Licht, stickiger Luft, engen Schleusen und Dekontaminationsduschen überkam so manchen Teilnehmer ein beklemmendes Gefühl. Der Bunkerkomplex erstreckt sich über mehrere Etagen und ist mit nahezu allem nötigen ausgestattet: von Lagerräumen, über den Sanitätsbereich bis hin zur eigenen Wasseraufbereitung und Notstromgeneratoren. Im Ernstfall hätte der Bunker bis zu 4.500 Menschen für einen Zeitraum von zwei Wochen versorgen können. Dabei geht es allerdings ums nackte Überleben, wie der Anblick der eng aneinander gereihten Feldbetten, der rudimentär ausgestatteten Krankenstation oder der Rationen Dosenbrot verrät.

Nachdem Tourleiter Christian von Spiczak von der Duisburger Feuerwehr binnen zwei Stunden alle Geheimnisse des Schauplatzes gelüftet  hatte, ging es zum Glück wieder hinauf in die sonnige Fußgängerzone. Fazit des Fraktionsvorsitzenden Stephan Wedding: „Dieser verstaubte Bunker kann heute als betoniertes Zeichen der Dankbarkeit gelesen werden – dafür, dass wir ihn glücklicherweise nie gebraucht haben und dafür, dass wir heute in einem friedlichen Europa leben können, in dem wir ihn hoffentlich auch nie brauchen werden.“