Länderspiel in Duisburg

Oezsoy - Querformat

Die Verwaltung möge in Zusammenarbeit mit Sport- und Fußballverbänden prüfen, welche Kosten für die Bewerbung und Durchführung eines Spiels einer DFB-Auswahlmannschaft (A-Nationalmannschaft, DFB-U21-Auswahl, DFB-Damen A-Nationalmannschaft) entstehen würden und welche Einnahmen und Vorteile die erfolgreiche Bewerbung generieren würde. 

Besonders die Förderung der Duisburger Hotellerie, Gastronomie, des Einzelhandels und des Tourismus sollten hier eine besondere Berücksichtigung finden. Auch Förderungen durch den DFB sollten in dieser Kosten-Nutzen-Rechnung integriert werden.

Begründung:

Die Auftritte der Fußballnationalmannschaft haben immer noch eine hohe Attraktivität unter den Bürgern dieser Stadt und des Landes Nordrhein-Westfalen (das mit fünf Bundesligavereinen in unmittelbarer Nähe zur Stadt Duisburg aufwarten kann). Auch Spiele der U21-Nationalmannschaft würden wegen dieser umliegenden und entsendenden Vereine eine höhere Attraktivität entfalten. Ein Spiel der Frauen-Nationalmannschaft würde sicherlich weniger Besucher anziehen als das Pendant der Männer. Abhängig, welcher Spielgegner gegen die deutsche Nationalmannschaft antreten würde, kämen auch zahlreiche Anhänger der Gästemannschaft nach Duisburg.

Ein Länderspiel in Duisburg hätte zahlreiche Vorteile. Das Stadion des MSV Duisburg würde auch abseits der Spiele des MSV genutzt. Ein Länderspiel zieht immer auch weiter entfernt lebende Gäste an, die auf die lokalen Angebote der Hotellerie, Gastronomie und des Einzelhandels zurückgreifen und zum Teil auch touristische Angebote abseits des Fußballs nutzen (Hafenrundfahrten, Museum, Stadtrundfahrten, etc.). Ebenfalls könnte das Image der Stadt aufgebessert werden. Auswärtige Gäste würden dann als Multiplikatoren wirken.

Eine ausführliche Prüfung und Gegenüberstellung der Einnahmen und Kosten eines solchen Events erfolgte bisher teilweise nur für die Ausrichtung eines Länderspiels der U21-Nationalmannschaft, bei der der Schwerpunkt auf der Miete und die dazu passende Förderung durch den DFB lag. Die grundsätzliche Bereitschaft des DFBs zur Durchführung eines Spiels scheint gegeben zu sein. Eine ganzheitliche Kosten-Nutzen-Prüfung darf sich nicht alleine auf mögliche Differenzen von Stadionmiete und Mietzuschuss des DFBs beziehen, wie es bisher scheinbar der Fall war (vgl. DS-17-0655/2). Anderen Städten wie Lübeck gelingt es regelmäßig, Spiele der U21-Nationalmannschaft zu erhalten und ist nicht mit einem vergleichbar modernen Stadion ausgestattet.

Beste Grüße

gez. Dr. Stephan Wedding

Fraktionsvorsitzender