Kostenlos ins Museum muss kommen

Stephan Krebs

Duisburg. Ein erster Erfolg auf dem Weg zu kostenlosem Eintritt in städtische Museen ist nah. Die Idee „Kostenlos ins Museum“ hatte die Fraktion Junges Duisburg/DAL im Mai 2016 beantragt und fühlt sich durch das Vorgehen der Stadtverwaltung bestätigt. Diese schlägt nun vor, an Donnerstagen nach dem Motto „Pay what you want“ zu verfahren. Konkret: Besucherinnen und Besucher sollen selbst entscheiden, ob und was sie beim Besuch des Kultur- und Stadthistorischen Museum und dem Museum der Deutschen Binnenschifffahrt bezahlen möchten. Ende November fällt im Stadtrat die Entscheidung. „Das kann nur ein erster Einstieg in einen grundsätzlich kostenlosen Museumsbesuch an allen Öffnungstagen sein“, findet Junges Duisburg/DAL-Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding. „Es ist der richtige Weg, leider wird er nicht konsequent gegangen – typisch für Duisburg“, merkt Stephan Wedding kritisch an. Ein wenig erinnere ihn die Sache an die in den 1990iger Jahren eingeführten langen Donnerstage im Einzelhandel, der wurde wenige Jahre später wieder abgeschafft und durch ein neues und umfassenderes Ladenöffnungskonzept ersetzt. Ähnlich werde es mit dem „Zahl-was-du-möchtest“Donnerstag in städtischen Museen sein.
Junges Duisburg/DAL werde weiter dafür eintreten, dass der Besuch in städtischen Museen an jedem Tag kostenlos ist. Die Gründe lägen auf der Hand: steigende Besucherzahlen, höheres Interesse für Kultur- und Kunst sowie deren Geschichte; zudem gehöre die in den Museen präsentierte Kunst und Kultur den Menschen, sie wurde mit Steuergeldern erworben, gepflegt und ausgestellt. „Wieso sollen die Menschen dann nochmals für etwas bezahlen, was ihnen schon gehört?“, fragt Wedding.