Junges Duisburg/DAL will Preisstufe A2 sichern

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Duisburg. Die Fraktion Junges Duisburg/DAL macht beim ÖPNV-Tarifsystem Druck. Sie bringt die geplante Erhöhung der Preisstufe von A2 auf A3 zur Abstimmung: In der nächsten Sitzung des Stadtrates am kommenden Montag sind die Ratsmitglieder zur Entscheidung aufgerufen. Bereits im Oktober war das Thema öffentlich geworden. Die Fraktion hatte die Pläne des Oberbürgermeisters mit einer Anfrage öffentlich gemacht und darauf gedrungen, dass der OB die Preiserhöhung in der nächsten Ratssitzung zum Thema macht. Aber: Fehlanzeige. „Da mussten wir selber handeln“, sagt Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding.

Die Fraktion hat nun einen Antrag gestellt, der die günstigere Preisstufe A2 sichert. Der Rat soll beschließen, dass die Preisstufe A2 mindestens solange beibehalten wird, bis der Qualitätsstandart steigt, wie im neuen Nahverkehrsplan beschrieben und die neuen Bahnen fahren. „Eine Preissteigerung zum jetzigen Zeitpunkt ist das falsche Gleis und ein fatales Signal an die treuen DVG-Kunden“, betont Stephan Wedding. Die Reihenfolge könne nur sein: Erst Qualität und Leistung sicherstellen, dann über eine Preiserhöhung diskutieren!

Hintergrund: Bisher gehört Duisburg im Tarifsystem des VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) zur Stufe A2. Diese Stufe ist laut VRR für Städte mit einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz vorgesehen. Bisher wenden 11 Städte diese A2-Stufe an, zu ihnen zählt Duisburg. Die Einführung der Preisstufe A3 ist mit der Erwartung verbunden, dass das Leistungsangebot des ÖPNV besonders dicht und qualitativ hochwertig ist. Bisher gilt die Preisstufe A3 nur in Dortmund, Bochum, Wuppertal, Düsseldorf und Essen. Konsequenz von Preisstufe A3: Deutlich steigende Ticketpreise, teils um 10%.

Hier finden sie den Link zu unserem Antrag.