Junges Duisburg/DAL: Impftage einführen

Stephan Krebs

Duisburg. Die Fraktion Junges Duisburg/DAL fordert die Einführung von Impftagen an Duisburger Schulen und Kindertageseinrichtungen. Die Duisburger Impftage sollen fester Bestandteil im Schul- und Kindergartenjahr werden.Impfungen dienen nicht nur dem individuellen Schutz, sondern auch dem Schutz der Gesellschaft. „Da es in Deutschland keine Impfpflicht gibt, ist es umso wichtiger, dass über die Bedeutung von Impfungen frühzeitig informiert und aufgeklärt wird“, begründet Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding den Vorstoß seiner Fraktion.

Zum Wohle der Kleinsten in Duisburg ist es daher aus Sicht von Junges Duisburg/DAL wichtig, dass schon früh mit der Vorsorge begonnen wird. Es gilt die Devise, je früher desto besser. „Es geht nicht um eine Impfpflicht oder Impfdruck, sondern das Ziel ist es, ein niedrigschwelliges Beratungsangebot für die Eltern zu schaffen“, betont Stephan Wedding. Gerade in einer Stadt wie Duisburg mit hoher Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen müsse über die Bedeutung des Impfens stärker informiert werden. Hierdurch könnten präventive Maßnahmen und Aufklärung ein wichtiger Pfeiler zur Vorbeugung von schweren Krankheiten werden.

Die Kommunalpolitiker schauen dabei gerne nach Mettmann. Dort finden an festgelegten Tagen die „Mettmanner Impftage“ an Schulen statt. Dort werden die Impfpässe der Viertklässler geprüft und die Eltern auf fehlende Impfungen hingewiesen. Dieses bewährte Vorgehen könnte Modellcharakter für Duisburg haben. „Wir wollen jedenfalls erreichen, dass sich die Impfquote signifikant steigert. Damit werden dann beispielsweise epidemische Ausbrüche der Masern unwahrscheinlicher“, so Wedding abschließend. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am kommenden Montag wird der Antrag beraten.