Junges Duisburg/DAL: Entschiedenes Zeichen gegen Extremismus

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Duisburg. Die Fraktion Junges Duisburg/DAL fordert 100.000 Euro pro Jahr mehr für das „Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie“ auszugeben und die im Sommer 2018 vom Stadtrat beschlossene Konzeption planmäßig umzusetzen.

„Die bundesweiten Ereignisse der jüngeren Vergangenheit sollten jedem gezeigt haben, dass wir entschieden handeln müssen, um Extremismus jeder Art, besonders auch den Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft zu bekämpfen“, sagt Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding. Gemeint sind der verabscheuungswürdige Attentatsversuch auf die Synagoge in Halle/Saale, in dessen tragischer Folge zwei Menschen ums Leben kamen, der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübke und die aktuellen Morddrohungen gegen Politiker.

Gründe genug für die Fraktion Junges Duisburg/DAL, sich diesem wichtigen Thema intensiv zu widmen. „Wir sind alle gefordert, um ein klares STOPP-Schild gegen Hass, Gewalt und Intoleranz zu setzen. Duisburg als fünfgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens hat hier Vorbildcharakter für die Region“, fordert Wedding zivilgesellschaftliches Engagement auf städtischer Ebene für den Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Deshalb habe sich die Fraktion für den Antrag entschieden, um einen kommunalen Beitrag gegen (Rechts-)Extremismus zu leisten.

Der Kulturausschuss berät am Dienstag, 12. November über den Antrag. Ziel der Junges Duisburg/DAL-Fraktion ist es, die Bemühungen und Anstrengungen zu intensivieren, damit die Wirkung des „Zentrums für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie“ hinein in die Stadtgesellschaft verstärkt und ausgeweitet werden. „Ohne eine ordentliche Finanz- und Raumausstattung kann das Zentrum diese Aufgabe nicht leisten. Der Name muss endlich Programm werden!“, fordert Wedding deutlich. Bisher sei das Zentrum, untergebracht in einer besseren Besenkammer, in einem sehr traurigen Zustand – nicht mangels Engagement, sondern mangels Geld.