GroKo verhindert Impftage

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Duisburg. Die Ratsfraktion Junges Duisburg/DAL ist entsetzt über die gestrige Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Was war passiert? Junges Duisburg/DAL hatte in einem Antrag gefordert, „Duisburger Impftage“ einzuführen. Hintergrund: Geringe Impfquoten in Duisburg bei Kindern sollen verbessert werden, um dadurch die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Konkret sollte in Duisburger Kitas und in den vierten Klassen der Duisburger Grundschulen ein Impftag durchgeführt werden, bei dem das Gesundheitsamt – zugschnitten auf jedes einzelne Kind – über fehlende Impfungen informiert oder aber erklärt, was zu tun ist, wenn der Impfausweis verloren wurde. „Impflücken aufzeigen und beheben war unsere Zielrichtung“, sagt Ausschussmitglied Ergin Sahin. Die Aktion hätte unter dem Motto „Duisburg sucht den Impfpass“ stehen können.  Als Vorlage sollten die „Mettmanner Impftage“ stehen, durch die es in den letzten Jahren im Kreis Mettmann gelungen ist, die Impfquote deutlich zu erhöhen.

Die Duisburger GroKo aus SPD und CDU hat den Antrag in der gestrigen Sitzung allerdings ohne weitere Diskussion abgelehnt. Ausschussmitglied Ergin Sahin zeigt sich verwundert: „Dass Anträge unser Fraktion mit pauschalen Argumenten abgelehnt werden, kennen wir leider zu genüge. Dass aber über einen innovativen Ansatz wie diesen, der nachweislich in der Praxis funktioniert, nicht einmal diskutiert wird, ist nicht nachzuvollziehen. Gerade nachdem im aktuellen Kindergesundheitsbericht der Stadt Duisburg noch einmal gezeigt wurde, wie rasant sich Krankheiten wie Masern oder Keuchhusten ausbreiten, muss man doch diskutieren, wie man die Vorsorge gegen diese ausbaut.“ Junges Duisburg/DAL will bei diesem Thema hartnäckig bleiben und weiter für die Einführung von Duisburger Impftagen kämpfen. „Die Gesundheit der Menschen ist zu wichtig, um damit GroKo-Polit-Taktik zu betreiben“, unterstreicht Ergin Sahin die sachorientierte Herangehensweise von Junges Duisburg/DAL.