Gemeindestraßen nach Menschen mit Migrationshintergrund benennen

Rainer Grün

Die Fraktion Junges Duisburg/ DAL beantragt, dass der Oberbürgermeister die Bezirksvertretungen bei der Benennung von Gemeindestraße unterstützt und eineÜbersicht anbietet, die es in Zukunft den Bezirksvertretungen ermöglicht, dass bei der Benennung von neuen Gemeindestraßen auch Namen von Duisburgern gewählt werden können, die über einen Migrationshintergrund verfügen.

Begründung:

Seit dem deutsch-italienischen Anwerbeabkommen von 1955 kamen zahlreiche Arbeitsmigranten (damals „Gastarbeiter“) auch nach Duisburg. Sehr viele entschieden sich zu bleiben und gründeten Familien bzw. ließen sie nach Duisburg kommen. Diese Menschen leben nun seit Generationen Seit an Seit mit ihren deutschen Arbeitskollegen, Freunden und Familienmitgliedern. Menschen mit Migrationshintergrund sind Mitglieder in Vereinen, Bürgerinitiativen, Elternbeiräten etc. und auch im Rat der Stadt Duisburg sowie ihrer Ausschüsse und Bezirksvertretungen.

Mehr als 60 Jahre nach Beginn der Arbeitsmigration nach Duisburg ist es an der Zeit, verdienten Bürgern mit Migrationshintergrund auch eine entsprechende Würdigung zuteilwerden zu lassen und Gemeindestraßen nach Ihnen zu benennen, sofern die üblichen Voraussetzungen erfüllt werden. Die Berücksichtigung von Menschen mit Migrationsgeschichte ist eine sinnvolle Ergänzung des Katalogs an Frauennamen (DS-16-1291/1), der vor einigen Jahren beschlossen wurde.

Beste Grüße

gez. Dr. Stephan Wedding

Fraktionsvorsitzender