Fastfood-Konzern unter die Lupe genommen

IMG_0402

Duisburg. 1. Stopp auf der „Näher dran“-Tour der Fraktion Junges Duisburg/DAL im Jahr 2019 war der McDonald’s Store an der Asterlager Straße. „Wir wollen in diesem Jahr Global Player in Duisburg besuchen“, so Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding. In Rheinhausen erfuhren Wedding und seine Fraktionskollegen aus erster Hand von Geschäftsführer Markus Weber viele Hintergründe zum Systemgastronomen.

Insgesamt 2,5 Mio. Euro investiert Markus Weber in seine fünf McDonald’s Stores in Duisburg, die derzeit 276 Mitarbeiter beschäftigen. Die Filialen in Großenbaum und Rheinhausen sind bereits auf dem modernsten Stand der Franchisekette, folgen werden die Filialen im Bahnhof, der Store in Hamborn und im Süden der Stadt. Schockiert zeigte sich Weber von der Höhe der Gewerbesteuer: Dies sei schon ein schockartiges Erlebnis zu Beginn seiner Tätigkeit in Duisburg gewesen, sogar mit ernstzunehmenden Folgen für die Kalkulation der Firma.

In einem rund zweistündigen Gespräch wurden neben der Gewerbesteuer auch die Vermüllung umliegender Areale und die Vermeidung von Einwegverpackungen diskutiert. „McDonald’s ist ein großer Player, der mit gutem Beispiel voran gehen, aber mit der Macht des Faktischen auch Trends setzen kann“, unterstrich Wedding die Bedeutung des weltweit größten Fastfood-Konzerns. Gerade die Vermüllung ist ein kommunales Thema: 70 Prozent der McDonald’s Kunden verzehren ihren Kauf außerhalb der Filiale, allzu häufig landen die entsprechenden Wegwerfverpackungen in den Autobahnabfahrten der Region – ein Ärgernis, das kritisch zur Sprache gebracht wurde!

Daten zum Hintergrund: 1.579 Filialen hat McDonald’s in Deutschland, ca. 38.000 weltweit. Täglich werden in den deutschen Schnellrestaurants 2 Mio. Kunden bedient; hierfür werden pro Jahr 48.000 Tonnen Rindfleisch verkauft. Dieses in Deutschland verkaufte Rindfleisch komme allerdings überwiegend auch aus der Bundesrepublik.