Fastenbrechen bestätigt: ÖPNV-Angebot muss her

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Duisburg. Die Fraktion Junges Duisburg/DAL nahm in diesem Jahr erneut am gemeinsamen Fastenbrechen in der DiTiB Merkez Moschee teil. Damit setzt die Fraktion den bereits im Jahr 2017 begonnenen interreligiösen Dialog fort.

Hintergrund: Gläubige Muslime fasten 30 Tage pro Jahr im für sie heiligen Monat Ramadan. In diesem Monat verzichten Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf jegliche Mahlzeiten und Flüssigkeiten.

Gedämmte Beleuchtungen sorgten vor den Türen der Moschee für eine ruhige Atmosphäre. Im inneren der Moschee erwartete die Fraktionsmitglieder eine Musikgruppe, die sowohl vokale religiöse Praxis als auch instrumentale Musik spielte. Pünktlich um 21.43 Uhr sprach der Muezzin den Gebetsruf aus. Zum Ende des Gebetsrufs, sprach der Muezzin noch eine sogenannte „Dua“, in der es inhaltlich um den Weltfrieden und um den Hunger auf der ganzen Welt ging. Nach der „Dua“ konnten sich die Fraktionsmitglieder das reichhaltige Essen schmecken lassen. Spannende Gespräche, ein intensiver Gedankenaustausch und interessante Diskussionen prägten den Abend. „Die Gemeinschaft beim Essen und der Austausch über aktuelle und interreligiöse Themen war eine sehr gute Kombination“, analysierte Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding.

Nach dem gemeinsamen Fastenbrechen, verließen die Fraktionsmitglieder die Moschee und machten einen Spaziergang über den bestens besuchten Basar vor den Türen der Moschee. Dort ließen sich die Fraktionsmitglieder den türkischen Kaffee und Tee schmecken. Wer mag, konnte sich zum Tee bzw. Kaffee noch einen Nachtisch aus der großen Auswahl servieren lassen.

Sowohl bei der Anfahrt, wie auch auf dem Heimweg wurde allen deutlich, wie notwendig ein Angebot des ÖPNV in Zeiten des Ramadans ist. Rückstaus bis zur Autobahnabfahrt, „Stop and Go“ und die Suche nach Parkplätzen sind alltäglich im Ramadan an den großen Moscheen in Duisburg. „Die Richtigkeit unserer Forderung aus dem Februar dieses Jahres, Sonderlinien der DVG während des Fastenmonats anzubieten, war für jeden sichtbar, der mit offenen Augen durch die Welt geht“, unterstrich Stephan Wedding.