WBD ist erster Halt der „Näher dran“-Tour – Krebs: „Winterdienst echter Standortfaktor für Duisburg“

Besuch WBD Salzlager 2

Duisburg. Derzeit rieseln immer wieder Flocken vom Himmel und morgens und abends ist immer mit überfrorener Nässe zu rechnen. Kurz: Der Winter läuft derzeit zur Hochform auf. Für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer eine Zeit hoher Aufmerksamkeit. Eine zentrale Rolle bei der Sicherheit auf den Duisburger Straßen spielt der Winterdienst der WBD. Wettertechnisch passender hätte der Besuch der Ratsfraktion Junges Duisburg/DAL bei den WBD nicht sein können. Die Lokalpolitiker waren am vergangenen Freitag beim Winterdienst vor Ort.

Geschäftsbereichsleiter Norbert Lorenz empfing die Fraktionsmitglieder und erläuterte mit einem Vortrag im Hochfelder Betriebshof die Aufgaben, Einsatzzeiten und Arbeitsweise des Winterdienstes. Besonders hob er die technischen Neuerungen hervor, die bis zu einer 90-prozentigen Reduzierung der eingesetzten Salzmenge führen. „Vor 30 Jahren wurden 30 bis 40 Gramm Salz pro Quadratmeter eingesetzt, heute sind es 2 bis 4 Gramm“, betonte Lorenz. Grund hierfür ist der Einsatz von Salzsole. Die neue Technik der Soleausbringung wird im Winterdienst immer umfangreicher eingesetzt und dient auch der vorbeugenden Streuung. Die zurzeit eingesetzte Feuchtsalzstreuung (das Salzkorn wird vor Ausbringung mit Sole angefeuchtet) kommt im Mittel mit 15 Gramm pro Quadratmeter aus, so dass auch hier von einer Halbierung der Streumenge gesprochen werden kann. Dadurch wird der Wirkungsgrad erhöht und die Effizienz gesteigert.

Insgesamt werden in Duisburg knapp 1200 Kilometer Straße von den WBD gestreut. „Bei einer entsprechenden Wetterlage rücken unsere Fahrzeuge um 4:30 Uhr aus, damit um 7 Uhr in der Regel alles frei ist“, betont Lorenz. Blitzeis, Starkschneefall oder Schneeverwehungen seien entsprechende Herausforderungen für die Mannschaft des Winterdienstes. „Der Winterdienst ist für eine Stadt wie Duisburg ein echter Standortfaktor“, weist Fraktionsvorsitzender Stephan Krebs auf die Bedeutung der 18 großen Streufahrzeuge und ihrer Besatzungen hin. Die Fahrt der Menschen zu ihrer Arbeitsstelle, die Sicherstellung von Kranken- und Rettungsfahrten, die Anlieferungen für Betriebe und gerade die Stellung Duisburgs als Logistikstandort seien Gründe genug für eine funktionsfähigen Winterdienst.

Von dieser Funktionsfähigkeit überzeugten sich die Fraktionsmitglieder von Junges Duisburg/DAL im Salzlager der WBD. Dort lagern derzeit insgesamt 8000 Tonnen Salz. „Der bisherige Winter war eher mäßig, aber noch ist er nicht vorbei“, warnte Norbert Lorenz. Bisher seien 1000 Tonnen Salz auf die Duisburger Straßen, Wege und Plätze aufgebracht worden. Die Kosten für den Winterdienst belaufen sich für sehr milde Winter auf 600.000 bis 700.000 Euro. Der Winter 2010/11 mit seinen Schneemassen und langen Frostperiode kostete dagegen 2,7 Millionen Euro. „Fahren muss immer den Winterungsbedingungen angepasst sein“, gab Lorenz einen wichtigen Sicherheitshinweis.