Taschengeldbörse bringt Generationen zusammen. Krebs: „Miteinander von Jung und Alt stärken“

Wilbrandt - Querformat

Duisburg. „Der demographische Wandel muss gestaltet werden“, ist eine gängige Aussage von Parteien und Politikern, wenn es um die Herausforderungen einer älter werdenden Bevölkerung geht. Wie die Gestaltung der gesellschaftlichen Veränderungen dann im konkreten Fall aussehen soll, bleibt oft genug im Ungefähren. Die Fraktion Junges Duisburg/DAL macht es jetzt sehr konkret. Sie fordert die Einrichtung einer Taschengeldbörse.

Was ist eine Taschengeldbörse? Die Taschengeldbörse ist ein Projekt, bei dem junge und alte Menschen voneinander profitieren. Familien, Berufstätige und gerade Senioren wünschen sich oft Hilfe im Alltag: Einkaufen, Haustiere versorgen, Gartenarbeiten erledigen, Computerhilfe, kleinere Reparaturen oder Hilfe beim Winterdienst. Junge Menschen wünschen sich oft genug kleine Jobs, um ihr Taschengeld aufzubessern. Hier könnten Jung und Alt zusammenkommen. „Es gibt schon einige Städte in NRW, die das Projekt der Taschengeldbörse erfolgreich in die Tat umsetzen“, weiß Fraktionsvorsitzender Stephan Krebs. In Lohmar, Hilden, Solingen, Oberhausen und Grevenbroich wird das Projekt sehr erfolgreich praktiziert.

Die heimische Ratsfraktion kann sich die Taschengeldbörse auch in Duisburg gut vorstellen und hat deshalb einen Antrag in den Seniorenbeirat auf den Weg gebracht, in dem sie um Prüfung einer solchen Taschengeldbörse bittet. Seniorenbeiratsmitglied Jürgen Wilbrandt sieht die Idee positiv: „Die Idee unserer Fraktion werden wir in Kürze im Seniorenbeirat diskutieren. Ich finde sie gut.“ Natürlich sollen Jung und Alt an einem fairen und verbindlichen Umgang miteinander interessiert sein.

Daher schlägt die Fraktion Junges Duisburg/DAL klare Regeln vor. Die Jugendlichen müssen mindestens 14 Jahre und sollten nicht älter als 18 Jahre alt sein. Außerdem sollen die jungen Menschen mindestens fünf Euro pro Stunde erhalten. Ihr Einsatz soll auf maximal zwei Stunden pro Tag bzw. zehn Stunden pro Woche begrenzt sein. Das NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter fördert die Installierung einer Taschengeldbörse. So übernimmt das Land die Kosten für einen Internetauftritt ebenso wie die Personalkosten einer kommunalen Koordinierungsstelle. „Mit der Taschengeldbörse kann das Miteinander von Jung und Alt in Duisburg noch gestärkt werden“, ist Krebs überzeugt.