„Schauen Sie, wie die Menschen leben.“

ND Tour Abtei 2Duisburg. Nach über drei Stunden endete der erfolgreiche Auftakt des „Interreligiösen Dialoges“. „Es war ein spannender Abend“, zog Fraktionsvorsitzender Stephan Krebs nach Führung und Diskussion mit Abt Albert Dölken OPraem ein zufriedenes Resümee. Ziel der Veranstaltungsreihe: mit den Vertretern der Weltreligionen vor Ort ins Gespräch kommen. „Wir wollen nicht übereinander, sondern miteinander diskutieren“, hebt Stephan Krebs hervor. Genau das taten die Vertreter der Fraktion Junges Duisburg/DAL gemeinsam mit Abt Albert Dölken OPraem dann auch.

Zunächst führte der Geistliche die Mandatsträger durch die Abteikirche, den Kreuzgang, den Innenhof, die Schatzkammer und den Anbau samt Kapelle aus dem Jahre 2010. Abt Albert Dölken OPraem wies dabei stets auf die besondere Aufbauarbeit nach der Wiederbesiedlung im Jahre 1959 hin. Erst 1994 wurde das unabhängige Priorat vom Generalkapitel des Prämonstratenser-Ordens zur Abtei erhoben. Heute besteht der Konvent aus 24 Ordensbrüdern. Sie schließen damit an die im Jahre 1136 begonnene Kloster-Tradition an.

ND Tour Abtei 3Beim 90-minütigen Gespräch zwischen Abt Albert Dölken OPraem und den Fraktionsmitgliedern wurden gesellschaftliche und politische Sachverhalte der Gegenwart erörtert. Besonders sorgten sich alle Anwesenden um das abnehmende, organisierte gesellschaftliche Engagement – ob in Vereinen, Verbänden, Parteien oder der Kirche. Diese Keimzellen der Demokratie müssen – bei allen individuellen Freiheiten, die heute von Bürgern geschätzt werden – wieder stärker belebt werden. Und auch zur aktuellen politischen Entwicklung gab er den Fraktionsmitgliedern noch einen Ratschlag: „Gehen Sie dorthin, wo die Menschen leben, wo sie arbeiten, ihre Freizeit verbringen, einkaufen! Schauen Sie, was die Leute tun!”“ Genau das hat die Fraktion auch weiterhin vor!

Die Fraktion Junges Duisburg/DAL setzt den interreligiösen Dialog am Montag, 13. Juni 2016 um 20 Uhr mit einem Besuch in der Merkez-Moschee und der Teilnahme am gemeinsamen Fastenbrechen fort.