Krebs: „Es wird Zeit für den Stadtrat 2.0“. Elektronische Gremienarbeit spart 200.000 Euro

Oli Tablet versuch 2Duisburg. „Wer Politik für morgen machen will, kann nicht arbeiten wie vorgestern“, so formuliert es Stephan Krebs, wenn er über die Notwendigkeit der elektronischen Gremienarbeit spricht. Krebs ist Vorsitzender der Ratsfraktion Junges Duisburg/DAL, die einen Antrag auf Einführung der elektronischen Gremienarbeit für die nächste Ratssitzung eingebracht hat. Ziel: Die Ratsmitglieder sollen ihre Vorlagen nur noch digital erhalten und bearbeiten – damit sollen Papier und Kosten gespart werden. Wichtiger Punkt: Die Beteiligung ist nicht verpflichtend, sondern soll auf freiwilliger Basis stattfinden.

Der Fraktionsvorsitzende Stephan Krebs fordert: „Die rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Voraussetzungen für eine elektronische Gremienarbeit müssen in Duisburg jetzt endlich geschaffen werden.“ Die derzeitige Vorgehensweise produziere viele tausend Seiten Papier pro Ratssitzung, die mit Hilfe der elektronischen Gremienarbeit eingespart werden könnten. Ein Blick in die Nachbarschaft zeige, dass Umwelt und städtische Finanzen geschont werden könnten. Die Stadt Recklinghausen beispielsweise spart pro Ratssitzung 52.000 Seiten Papier und damit über 12.000 Euro. In Duisburg ging die Verwaltung im Jahr 2012 von einer Kostenersparnis von 186.500 Euro aus (DS 11-0512/1). „Die Summe ist eher größer geworden“, sagt Stephan Krebs.

Die freiwillige elektronische Gremienarbeit gibt jedem Ratsmitglied die Möglichkeit, selber zu entscheiden, ob sie die papiersparende Variante mit dem Tablet wählen oder weiterhin mit gedruckten Unterlagen zu arbeiten.

Krebs sieht sich durch die Einführungen in anderen Rathäusern in seiner Aussage bestätigt „Wir wollen endlich im 21. Jahrhundert ankommen – eine digitale Ratsarbeit gehört einfach dazu.“

Den dazugehörigen Antrag finden Sie HIER.

(Auf dem Foto: Ratsherr Oliver Beltermann mit Tablet)