Krebs: Besser spät als nie! Videoüberwachung nicht nur in Marxloh

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Duisburg. „Diesmal hat es nicht Monate, sondern nur fünf Wochen gedauert“, merkt Junges Duisburg/DAL-Fraktionsvorsitzender Stephan Krebs an. Diese fünf Wochen sind die Zeitspanne, in der aus Ablehnung der Videoüberwachung Zustimmung wurde. „Sonst benötigen die Inhalte unserer Anträge von der Ablehnung bis zur Umsetzung immer einige Monate“, merkt Krebs süffisant an und verweist auf die Projekte WLAN in der Innenstadt, Anpassung der Gebührensatzungen von VHS und Stadtbibliothek und die Bekämpfung der wilden Müllkippen durch erhöhte Strafgelder. Hier habe es auch erst Ablehnung gegeben und sei einige Monate später umgesetzt worden.

Hintergrund: Die Fraktion Junges Duisburg/DAL hatte in der letzten Ratssitzung Ende Februar einen Antrag für mehr Sicherheit und Ordnung gestellt. Die Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten und anderen sensiblen Orten im Stadtgebiet zu prüfen und zu ermöglichen. Die Mehrheit aus SPD und CDU lehnte den Antrag ab. Bemerkenswert schon damals: Die CDU hatte selbst im Januar 2016 in der Presse die Forderung nach mehr Videoüberwachung erhoben – freilich ohne einen Antrag zu stellen. Fünf Wochen später kommt nun eben diese zuvor abgelehnte Videoüberwachung und findet sogar lobende Worte des SPD-Oberbürgermeisters und anderer politischer Vertreter, die noch am 29. Februar diese Forderung abgelehnt hatten.

„Wir begrüßen nun die Videoüberwachung am Pollmann-Eck in Marxloh, sind aber erstaunt über die Vorgehensweise der großen Parteien“, so Stephan Krebs. Seine Fraktion fordere aber eine weitere Ausweitung der Videoüberwachung: Dadurch seien Gewalttaten besser zu verhindern und, wenn sie doch geschähen, viel besser aufzuklären.