Kita-Gebühren fair ändern Stufung abschaffen – Doppelverdiener entlasten

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Duisburg. Die Fraktion Junges Duisburg/DAL will die Duisburger Kita-Gebühren von Grund auf reformieren. „Die Beitragsstufen sind veraltet, ungerecht und familienfeindlich“, betont Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding (31). Tatsächlich gibt es bisher sieben Beitragsstufen. Ab 75.000 Euro Jahresbruttoeinkommen  wird der Höchstbetrag für die Betreuung des Nachwuchses fällig. Doppelverdiener-Familien, in denen beide Erziehungsberechtigten arbeiten, erreichten diese Höchstgrenze recht schnell, sie würden so zu Spitzenverdienern gemacht. „Gerade diese Doppelverdiener sind aber doch auf die Kinderbetreuung angewiesen!“, mahnt Wedding an. Auf der anderen Seite müssten nach Auffassung der Fraktion ebenfalls die unteren Einkommen bis zu einem Jahresgesamtbrutto von 35.000 Euro entlastet werden – „hier ist das Geld ohnehin oft schon sehr knapp!“, resümiert der Diplom-Pädagoge Wedding.

Die Fraktion Junges Duisburg/DAL hat hierzu in monatelanger Arbeit ein eigenes Konzept erarbeitet und in einen Antrag für die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses übertragen. Neben der angesprochenen Veränderung beinhaltet das Konzept zwei weitere Vorstöße:

  • Die Ermittlung der Elternbeiträge erfolgt mittels einer Berechnungsformel, die auf das exakte Jahresbruttoeinkommen der Erziehungsberechtigten angewendet wird. Hierdurch entsteht mehr Gerechtigkeit, weil jeder nach genau seiner Leistungskraft belastet wird – und nicht plötzlich nach einer Lohnerhöhung wesentlich mehr zahlen muss, nur weil er wegen ein paar Euro in die nächste Stufe gerutscht ist.

 

  • Eine Internetseite soll den Eltern größtmögliche Beitragstransparenz bieten: ein Beitragsrechner ermöglicht die umgehende Berechnung der individuellen Kita-Gebühren bei Eingabe des Jahresbruttoeinkommens.

Ganz ehrlich räumt die Fraktion ein: Für Einzelne kann es mit der neuen Regelung zu höheren Beiträgen kommen, im Zuge einer gerechten Beitragsbelastung sei dies aber nicht zu verhindern. Die Mehrzahl der bisherigen Beitragszahler werde allerdings entlastet. Übrigens: im Mittelwert setzt in den Städten NRWs der Höchstbeitrag erst bei 103.000 Euro ein. „Unser erarbeitetes Konzept wäre ein großer Fortschritt auf dem Weg zu einer familien- und kinderfreundlichen Stadt“, unterstreicht Stephan Wedding die familienpolitische Zielrichtung der Fraktionsinitiative.