Junges Duisburg/DAL fordert kostenlosen Eintritt in städtische Museen

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Duisburg. Zwei weitreichende Initiativen bringt die Fraktion Junges Duisburg/DAL in die nächste Sitzung des Kulturausschusses am 2. Juni ein. Erstmals sollen die Duisburger Museen ohne Eintritt besichtigt und genutzt werden können. Wenn die Politik dem Antrag folgt, könnten schon bald das Kultur- und Stadthistorischen Museum und das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt für Besucher kostenfrei sein. Bisher kostet der Besuch für einen Erwachsenen 4,50 Euro. Die Besucherzahlen sind dabei seit Jahren zwar konstant, aber auf niedrigem Niveau: 8.143 Tickets wurden im Jahr 2014 für das Kultur- und Stadthistorische Museum und 12.024 Tickets für das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt verkauft. Demgegenüber stehen aber bereits heute 16.878 bzw. 21.100 ausgegebene Freikarten.

Das Essener Folkwang Museum geht den Weg des kostenfreien Eintritts schon einige Zeit mit großem Erfolg: mehr spontane Besucher, Ansprache breiterer Bevölkerungsschichten und letztlich eine stärkere öffentliche Wahrnehmung der Kultur. „Ich glaube unseren Vorschlag des freien Eintritts in die städtischen Duisburger Museen kann jeder nur befürworten“, sagt Fraktionsvorsitzender Stephan Krebs. Hauptargument für seine Fraktion, die zu dem Antrag führte: Die in den Museen präsentierte Kunst und Kultur gehört den Menschen, sie wurde mit ihren Geldern erworben, gepflegt und ausgestellt. „Wieso sollen die Menschen dann nochmals für etwas bezahlen, was ihnen schon gehört?“, fragt Krebs.

Als beabsichtigten Nebeneffekt erwartet die Fraktion steigende Besucherzahlen. „Die Möglichkeit zur kulturelle Teilhabe wird durch Umsetzung dieses Antrags deutlich erweitert“, formuliert Krebs die kulturpolitischen Ziele seiner Fraktion. An den Museumsausgängen können nach den Vorstellungen der Ratsfraktion allerdings freiwillig Spenden geleistet werden. Finanziell erwarten die Fraktionsmitglieder keine negativen Auswirkungen: Zwar fallen geringere Summen an Eintrittsgeldern weg, auf der anderen Seite könnten aber Personalkosten im Kassenbereich gespart werden.

In einer zweiten Initiative fordert die Ratsfraktion die Einführung einer von der Stadt initiierten Theaterlotterie. Die Erlöse sollen der baulichen Unterhaltung des Stadttheaters zu Gute kommen. Andere Städte, wie bspw. Essen, gingen mit ähnlichen Aktionen bereits voran. „Der Bürger kauft Lose und kann gewinnen. Und wenn er nicht gewinnt, hilft’s der Kultur! Die Duisburger Bevölkerung hat schon nach dem Krieg durch Spenden direkt zum Wideraufbau des Theaters beigetragen – eine schöne Geschichte, die man mit der Erhaltung wiederholen kann“, so Krebs.

Den vollständigen Antrag “Kostenlos ins Museum” finden Sie HIER.

Den vollständigen Antrag “Lotterie auf dem Weihnachtsmarkt” finden Sie HIER.