Junges Duisburg/DAL besuchte Synagoge Stephan Wedding: Jüdische Gemeinde ist fester Bestandteil Duisburgs

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Duisburg. Die Fraktion Junges Duisburg/DAL hat den Interreligiösen Dialog fortgesetzt und mit dem Besuch in der Duisburger Synagoge auch abgeschlossen. Ziel des Dialoges war es, mit Vertretern der abrahamitischen Weltreligionen in Duisburg ins Gespräch zu kommen. „Ein gelungenes Miteinander beginnt mit gegenseitigen Verstehen. Daher macht es Sinn, andere Religionen kennenzulernen“, begründete Fraktionsvorsitzender Stephan Wedding die Veranstaltungsreihe seiner Fraktion. Der erste Termin brachte Junges Duisburg/DAL Anfang Mai bereits zur Abtei Hamborn. Dort empfing Abt Albert Dölken OPraem die Fraktionsmitglieder und informierte über die Schwerpunkte und Geschichte der Abtei Hamborn. Im Juni waren die Fraktionsmitglieder zum gemeinsamen Fastenbrechen in der DiTiB Merkez-Moschee und erfuhren viel über die islamische Gemeinde.

Nun stand der Besuch der Synagoge an. Von der jüdischen Gemeinde wurden die Fraktionsmitglieder von PD Dr. L. Joseph Heid empfangen. Dr. Heid widmete sich in seinem Vortrag zunächst der architektonischen Gestaltung der Synagoge. Im zweiten Teil ging es um die Entwicklung der jüdischen Gemeinde, die bis zum Zerfall der Sowjetunion eine Größe von 100 Gemeindemitgliedern und ihre Synagoge zu der Zeit in Mülheim gehabt habe. Durch die Einwanderung zahlreicher Juden aus der Nachfolgestaaten der zerfallenen Sowjetunion habe sich die Gemeinde auf 3.000 Mitglieder erheblich vergrößert. Daher sei eine neue Synagoge mit angegliedertem Gemeindezentrum notwendig geworden. Gerade das Gemeindezentrum sei Ausdruck für den Anspruch, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen zu bereichern. In diesem Zusammenhang gab Dr. Heid Beispiele für den Einfluss der hebräischen Sprache auf das Deutsche. Wörter wie Pleitegeier, Schlammassel, Malochen oder auch Tacheles entstammten dem Hebräischen. Sie seien Ausdruck für die enge kulturelle Verflechtung von Christen und Juden in Europa. Der dritte Teil des Vortrages beschäftigte sich dann stark mit dem jüdischen Glauben, seinen Feiertagen, Riten und Gottesdienstabläufen.

„Die jüdische Gemeinde ist ein Teil Duisburgs und fester Bestandteil der Stadtgesellschaft“, betonte Stephan Wedding in seiner kurzen Ansprache zum Ende des Besuches. Der Dank aller Fraktionsmitglieder wurde in einem kräftigen Applaus für die hochkompetente Begleitung durch Dr. Heid deutlich.