JuDu/DAL: Taxifahren muss bezahlbar bleiben

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Duisburg. „Ach komm, es ist schon spät. Lass uns doch eben mit dem Taxi fahren.“ – diesen Satz wird man vermutlich in Zukunft nicht mehr allzu oft hören. Zumindest nicht in Duisburg. Denn im Rat der Stadt wurde eine Änderung der Taxen-Tarifordnung beschlossen. Und diese katapultiert Duisburg nun in die Spitzengruppe. In die Gruppe der Städte, in denen Taxi fahren am teuersten ist. Für eine zehn Kilometer weite Fahrt zahlt man der Beschlussvorlage zur Folge nun 22,50 €. Und somit einen ähnlichen Betrag wie in München, Berlin oder Frankfurt.

Schaut man fern ab der großen Metropolen in die nähere Umgebung, so ist Taxi fahren in Bochum, Dortmund oder Gelsenkirchen um mehrere Euro günstiger. Für die Fraktion Junges Duisburg/DAL lässt sich eine Preiserhöhung dieses Ausmaßes nicht erklären. Die Argumente der Verwaltung, welche die Preissteigerung mit der Erhöhung des Mindestlohns von 8,50 EUR auf 8,84 EUR pro Stunde und Betriebskostensteigerungen begründet, reichen als Erklärung nicht aus. Auch in anderen Städten ist der Mindestlohn gestiegen und dort fahren die Taxen auch mit Benzin und müssen gewartet werden.

Nach Meinung der Fraktion muss Taxi fahren bezahlbar bleiben. Dementsprechend hat man in der vergangenen Ratssitzung auch gegen die Vorlage gestimmt. Da diese dennoch mit den Stimmen der großen Koalition angenommen wurde, so müsse man wenigstens auch die Qualität des Taxitransports adäquat erhöhen. Hierzu wird in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr ein entsprechender Antrag seitens der Fraktion Junges Duisburg/DAL eingebracht werden. Wenn schon gegen den Beschluss der Preiserhöhung kein Einspruch mehr einzulegen ist, dürfe dieser dennoch nicht nur negative Folgen für die Bürgerinnen und Bürger haben – dafür macht die Fraktion sich nun stark.