Beltermann: Masterplan muss Umsetzungsplan werden

Beltermann - Querformat

Duisburg. Eine Strategie für mehr Wachstum und Beschäftigung – das ist das Credo, welches im gestern vorgestellten Masterplan Wirtschaft für Duisburg Ausdruck findet. In der Mercatorhalle versammelten sich Unternehmer, Verwaltungsmitarbeiter sowie Kommunalpolitiker, um die Vorstellung und Unterzeichnung des Masterplans mitzuerleben. Mit von der Partie: die Fraktion Junges Duisburg/DAL mit den Ratsmitgliedern Oliver Beltermann und Rainer Grün sowie Fraktionsgeschäftsführer Dirk Sodenkamp.

Der Masterplan Wirtschaft soll ein neues Grundkonzept für Duisburg darstellen, um die Stadt als Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln. Bei der Vorstellung des Masterplans wurden die insgesamt fünf Arbeitsgruppen hervorgehoben, welche sich auf Themen wie Infrastruktur und Umwelt, bis hin zu Familienfreundlichkeit und Integration bezogen. Ein ausschlaggebender Grund für die Notwendigkeit des Masterplans seien aus Sicht der Initiatoren insbesondere die verschiedenen Probleme in Duisburg, darunter Arbeitslosenquote und Einwohnerabwanderung, welche es durch ein neues und modernisiertes Konzept zu bewältigen gelte. Dabei soll auf die zahlreich vorhandenen, jedoch oftmals mangelhaft genutzten Potenziale der Stadt gesetzt werden. Durch den Masterplan soll ihnen eine neue Bedeutung zukommen. Die Möglichkeiten Duisburgs, darunter vorhandene Flächenstandorte sowie das Bildungspotenzial durch die Universität, wurden unter anderem von Landesminister Michael Groschek hervorgehoben und gewürdigt. Der NRW-Bauminister sicherte vielseitige Landesunterstützung zu. Zusätzlich soll auch das Image Duisburgs verbessert werden, um die städtische Attraktivität für neue Initiativen zu erhöhen; sodann soll dem Masterplan auch dahingehend eine tragende Rolle zukommen.

Die Fraktion Junges Duisburg/DAL betonte mit Blick auf den Masterplan, dass dieser nicht nur eine theoretische Zielsetzung bleiben dürfe, sondern zu einem konkreten Umsetzungsplan werden müsse. „Wir müssen die PS, die im Masterplan stecken, jetzt auf die Strecke und letztlich in die Stadt bekommen“, mahnte Beltermann die Projektumsetzungen ausdrücklich an. Darüber hinaus kritisierte Junges Duisburg/DAL auch die im Flächennutzungsplan bereitgestellten Flächen von 250 ha, welche für neue Gewerbeansiedlungen und -erweiterungen vorgesehen sind. Jährlich liegt der Flächenbedarf in Duisburg bei 33 ha. Folge: Die 250 ha reichen nur für 8 Jahre. Allerdings gilt der Flächennutzungsplan für ca. 15-20 Jahre. Die Fraktion kündigte an, den Umgang mit den Vorhaben und Projekten des Masterplanes genau zu beobachten. „Wir werden darauf achten, dass die 60 Projekte zeitnah umgesetzt werden und nicht in den Schubladen der Verwaltung verschwinden“, merkte Beltermann an.