Alternatives Konzept zum Haushalt entwickelt
Krebs: „Mit Mut neue Wege einschlagen“

Klausurtagung 03

Duisburg. Die Fraktion Junges Duisburg/DAL hat sich von Freitag bis Sonntag zur Haushaltsklausurtagung nach Kalkar zurückgezogen. In über 18 Stunden wurde der Verwaltungsvorschlag zum Haushalt durchgearbeitet. Daneben gab es Gastreferate von Stadtentwickler Arne Lorz zum Thema Duisburg2027 und von Jugendamtsleiter Holger Pethke. „Die Arbeit hat sich gelohnt“, freute sich direkt nach der Tagung Fraktionsvorsitzender Stephan Krebs und konnte einen ganzen Strauß von alternativen Ideen und Vorschlägen präsentieren. „Wir sind die jüngste Ratsfraktion und das zeigt sich in der Kreativität unserer Vorschläge“, betonte Krebs.

Die Fraktion setze nicht auf die ausgetretenen Pfade der Vergangenheit, sondern auf neue Wege, um die finanziellen Probleme der Stadt zu lösen. „Steuererhöhungen sind mit uns nicht machbar. Sehr wohl aber der Umbau von Strukturen, um diese zukunftsfest zu machen“, betonte Krebs. „Das werde nicht immer nur Applaus bringen”, aber: „Mit dem Kleinklein kommen wir nicht weiter“, so der 29-jährige. Eine Verringerung der Bezirke, die Veränderung der Trägerstruktur bei Jugendzentren und die Schließung der Stadtteilbibliotheken seien hier die Stichworte für seine Fraktion.

Auf der anderen Seite setzt die Stadtratsfraktion klare Akzente, um Duisburgs Attraktivität zu erhöhen. Die Unterstützung von Familien, die Stärkung der Bildungschancen und der Ausbau des wirtschaftlichen Fundamentes der Stadt sind zentrale Politikfelder für die Stadtratsfraktion. Konkret: Die Struktur der Elternbeiträge soll überprüft werden. Zu viele junge Familien wandern aus Sicht von Junges Duisburg/DAL in umliegende Nachbarstädte ab. Aus diesem Grund begrüßt die Fraktion das Entwicklungskonzept Duisburg2027. „Wir brauchen attraktive und bezahlbare Wohnstandorte für junge Familien“, fordert Ratsherr Oliver Beltermann. Bei der Sprachförderung will die Fraktion die Sparvorschläge nicht mittragen. „Sprache ist das Integrationswerkzeug überhaupt. Wer daran spart, behindert Integration und Bildungschancen“, unterstreicht Vize-Fraktionschef Rainer Grün. Die weitere Erhöhung von Parkgebühren lehnt die Ratsfraktion ebenfalls ab. „Eine solche Maßnahme ist Gift für die Innenstadt und ein Förderprogramm für den Internethandel“, unterstrich Stephan Krebs. Die Bauinvestitionen für die Duisburger Sportanlagen will die Fraktion bei 600.000 Euro belassen und nicht wie vorgeschlagen auf 300.000 Euro halbieren. Das kulturelle Angebot des Balletts soll dagegen sehr kritisch überprüft werden. Eine Auslagerung des Angebotes oder eine Kooperation mit einer anderen Stadt soll hier geprüft werden.